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Los geht's

Musik, die glücklich macht

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Frau mit ausgebreiteten Armen im Sonnenuntergang am Meer

Es gibt Songs, die begleiten uns schon das ganze Leben lang. Wir hören die ersten Takte und schon beginnt ein Film in unserem Kopf. Jeder von uns kennt diese Songs, zu denen wir uns verliebt haben, die uns in einer schwierigen Lebensphase trösten konnten oder die wir mit einem anderen einschneidenden Ereignis verbinden.

Und nun viel Spaß beim Stöbern in unserem Glückssongs-Archiv, vielleicht auch bald mit Ihren Lied. Einfach scrollen.

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Deniz und Anja Kunze

Der kleine Deniz soll in den Kindergarten, möchte aber nicht. Viel lieber möchte er bei seiner Mama bleiben, aber die muss auf die Arbeit. Um aber den Abschied zu erleichtern, hören sie nun im Auto immer Andreas Gabalier und sein Lied. Und siehe da: Das Abschiednehmen tut nicht mehr so weh und die Zeit, bis die Mama ihn wieder abholt, vergeht schneller.

Inzwischen ist Deniz fünf und mag das Lied immer noch, auch wenn ihm inzwischen das Abschiednehmen leichter fällt, denn er weiß ja: "Es wird alles wieder gut".

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Meike Moshammer

Sie hat einen Plan, einen für viele verrückten Plan: Meike will alleine auf dem Fernwanderweg E5 über die Alpen. Von Konstanz führt die Strecke bis nach Verona. Der höchste Punkt der Tour ist das knapp 3.000 Meter hohe Rettenbachjoch in den Ötztaler Alpen. Meike hat Pech: Ein Tiefdruckgebiet hat mitten im Juli für Schneefall unter 1.500 Metern gesorgt. Der Aufstieg ist dadurch noch anspruchsvoller, aber Meike setzt Fuß vor Fuß, auch wenn ihr manchmal mulmig ist. Und dann ist es geschafft: Sie ist oben, die Glückshormone machen Party und bis heute ist Meike stolz darauf, dass sie es geschafft hat. Der Abstieg nach Sölden ist auch anspruchsvoll, aber auch das gelingt ohne Probleme. Als sie schließlich bei der ersten Hütte ankommt, dröhnt dort "Wir sind frei wie der Wind" von Santiano aus den Boxen. Und genau so fühlt sich Meike in diesem Moment auch.

Bis heute erinnert sie das Lied an diese Wanderung und die Überquerung des Rettenbachjochs.

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Christine Weber

Christine und ihr Mann wollen mit drei befreundeten Paaren im August 1987 von Frankfurt nach Paris fahren. Am Abfahrtstag schaltet sich der Radiowecker ein und es läuft: "Frankreich, Frankreich". Was für ein gelungener Start für die Reise ins Nachbarland. Eine Teilnehmerin fragt, ob alle auch ihre Pässe dabei haben. Ja, haben alle. Doch ausgerechnet der Pass der Fragerin ist abgelaufen. Am Bahnhof in Metz bekommt sie Ersatzpapiere. Die vier Ehepaare verbringen dann vier tolle Tage in Paris.

Auf der Rückfahrt liest Christine in einer Illustrierten ihr Horoskop: "Machen Sie sich ein paar schöne Tage, Sie haben es verdient!" Die schönen Tage sind schon gewesen. Aber es kommt noch besser für sie. Zu Hause hört sie am nächsten Tag die Lottozahlen und traut ihren Ohren nicht: Christine hat fünf Richtige! 6.500 D-Mark sind das immerhin. Und bis heute sind diese abwechslungsreichen Tage untrennbar mit den Lied "Frankreich, Frankreich" verbunden und es ruft immer wieder schöne Erinnerungen an damals zurück.

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Wolfgang Knirsch

Die siebziger Jahre: Wie viele junge Leute probiert sich Wolfgang als Discjockey. Doch er hat ein Problem: Das Ansagen der Musiktitel ist nicht so seins. Auch bei seinem Lieblingstitel traut er sich nicht. Um es seinen Freunden aber dann doch zu zeigen, übt er zu Hause. Und dann kann er es: "'Proud Mary' von Creedence Clearwater Revival". Es kommt ihm ohne Schwierigkeiten über die Lippen. Beim nächsten Disco-Abend überrascht er dann alle: "Und jetzt kommt 'Proud Mary' von Creedence Clearwater Revival!" Und damit ist der Bann gebrochen, die Angst am Mikrofon ist verflogen.

Bis heute ist er als DJ unterwegs und sorgt mit Oldie-Discos für Stimmung. Wolfgang ist dann glücklich, wenn er sieht, wie die Menschen tanzen und dem Alltag entfliehen. All das verdankt Wolfgang "Proud Mary".

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Nik P. mit Gitarre

Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre merkt der junge Nik, dass die Musik sein Ding ist. Er lernt Gitarre spielen. Und eines der ersten Lieder, dass er spielen kann, ist "Stang By Me". Wenn er unterwegs ist, hat er auch immer seine Gitarre dabei, denn damit kann er bei den Mädels Eindruck machen. Dann spielt er 1982 wieder mal einfach so im Wirtshaus seine Version von "Stand By Me" und erobert damit der Herz einer jungen Frau. Es wird seine erst große Liebe, die sechs Jahre hielt. Bis heute erinnert ihn das Lied an damals und er spielt es immer wieder gerne beim Soundcheck.

Auch beim Besuch im hr4-Studio hat er uns "Stand By Me" auf seiner Gitarre vorgespielt.

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Nik P.: "Stand By Me"

Der Sänger spielt das Lied von Ben E. King live im hr4-Studio.

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Inge Kowalski und ihr Mann Georg

Silvester 1976: Inge und ihre Familie machen in Neuhausen bei Königsfeld im Schwarzwald Urlaub und wollen dort den Jahreswechsel verbringen. Dort will auch eine Gruppe Studenten feiern. Und einer der Studenten fordert Inge zum Tanz, gespielt wird "Rind Of Fire". Beim Tanzen funkt es. Das Lied wird noch mehrmals in dieser Nacht gespielt und sie tanzen und tanzen. In den nächsten Wochen und Monaten wird das Lied zu IHREM Lied. Und im Jahr darauf, wieder in Neuhausen, wieder an Silvester, verloben sich Inge und Georg, natürlich mit Johnny Cash. Und im Mai 1978 erfolgt die Hochzeit, auch hier darf "Ring Of Fire" nicht fehlen.

Ihr Feuer der Liebe brennt bis heute, dank "Ring Of Fire".

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Martina Hölzle-Endres

Fastnacht ist für Martina eine besondere Zeit. Anfang der achtziger Jahre ist sie voll dabei. Mit einer Freundin tritt sie als Cover der Gruppe Baccara auf. Sie hat blondes Haar und trägt ein schwarzes Kleid, die Freundin hat schwarze Haare und weißes Kleid. Ihr Playback-Auftritt ist ein großer Erfolg, der sich rumspricht und ihnen Auftritte bei anderen Vereinen bringt. Und dabei sitzt in einem Elferrat ein junger Mann, der sie die ganze Zeit nur von hinten sieht, aber das reicht: Er verliebt sich in sie!

Die Ehe hält nun seit 35 Jahren, und jedes Mal, wenn sie Baccara hören, zaubert es ihnen ein romantisches Lächeln ins Gesicht. Schade findet Martina nur, dass das Kleid heute nicht mehr passt. Aber da die hält, verschmerzt sie das gerne.

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Andre Kraus

Die sechziger Jahre faszinieren Andre und seine Partnerin bis heute. Die Musik, die Kleidung, die Fahrzeuge, das finden sie toll. Deshalb hat Andre auch einige Fahrzeuge aus dieser Zeit in seinem Besitz, restauriert versteht sich. Ein Lieblingsstück ist eine Vespa aus dem Jahr 1965. Mir ihr erkunden die beiden bei schönem Wetter das Land. In der kalten Jahreszeit wird an den Fahrzeugen gebastelt und restauriert. Dabei läuft dann die passende Musik: "Motorbiene" von Benny Quick mit Vespa-Geräuschen.

Dann Tanzen die beiden Rock 'n' Roll und "Boogie-Woogie", so vergeht die Wartezeit auf die ersten Sonnenstrahlen und die Ausfahrten mit den alten Schätzen etwas schneller und die Vorfreude wächst!

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Udo Sylvester

Nach dem Abi geht Udo nach Bayern, genauer gesagt nach Rosenheim an die dortige Hochschule. Im Studium stehen immer wieder Prüfungen an, und damit es damit auch klappt, gibt es für Udo nur ein Lied "It's A Real Good Feeling". Das hört er immer in seiner Studentenbude, bevor es ernst wird - und es klappt damit prima. Dann zieht es ihn zu einem zweiten Studium nach Pforzheim und auch hier läuft's dank des Hits von Peter Kent reibungslos. Udo ist auch leidenschaftlicher Musiker und spielt in einer Band. Natürlich gehört sein Lieblingslied auch zu ihrem Repertoire.

Und später im Beruf hört Udo vor wichtigen Entscheidungen dieses Lied, das ihm so viel Glück bringt. Auch bevor es zur Hochzeit aus dem Haus geht, darf natürlich DAS LIED nicht fehlen. So ist es bis heute. Ein Leben ohne "Real Good Feeling" ist für Udo einfach undenkbar.

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Renate Mauser

1977 macht Renate das, was man tut, wenn man jung ist: Sie geht in die Disco. Im Mai lernt sie dort einen jungen Mann kennen und der ist ziemlich selbstbewusst: "Silvester fliege ich mit Dir nach Jamaica", erklärt er ihr beim ersten Date. Renate denkt sich: "Na lass' ihn mal reden ..." Sie treffen sich weiterhin und im Juli kommt er dann mit einer Reisebestätigung für drei Wochen Montego Bay zum Jahreswechsel 1977/78.

Inzwischen gehören reisen dorthin zu einem festen Ritual. Sie haben dort nicht nur die Liebe zu sich gefunden, sondern auch die Liebe zur Insel selbst. Und "Farwell Jamaica" ist das Lied, was sie immer an diese Zeit erinnert und Vorfreude auf den nächsten Besuch schafft.

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Elvira Balzer und ihre Mitstreiterinnen

Elvira und fünf weitere Frauen treffen sich regelmäßig und sind im Karneval aktiv. Sie sind eine lustige Truppe und vor fünf Jahren haben sie eine Idee: Wir veranstalten in der Fastnachtszeit einen FRAUENfrühschoppen mit gemeinsamem Frühstück, einem ansprechenden Bühnenprogramm und mit Männergarden. Anfangs wird die Veranstaltung belächelt, doch inzwischen ist sie fester Bestandteil der Blankenauer Fastnacht.

Bei der Premiere 2014 laufen die Organisatorinnen zu "Atemlos" in die Halle ein. Und da aus der Idee so ein Erfolg wurde - es finden jetzt zwei FRAUENfrühschoppen in der Kampagne statt - ist "Atemlos" das Lied, dass Elvira immer an die vielen glücklichen Frauen, denen sie mit der Veranstaltung Freude bereiten.

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Heike Putz

Das Tanzen in der Disco ist das Vergnügen am Wochenende. Natürlich hält Heike dabei auch Ausschau nach dem Mann fürs Leben. Und am 29. August 1977 passiert es dann: Da ist einer, zum dem ihr Blick immer wieder schweift - und seiner zu ihr. Für beide ist klar: Wir gehören zusammen. Es dauert noch etwas, bis sie in Kassel ins Kino gehen: es läuft der Tanzfilm "Saturday Night Fever" mit John Travolta. Sie sind von Film und Musik so begeistert, dass sie ihn sich mehrfach anschauen und das Album der Bee Gees mit dem Hit "Night Fever" kaufen und immer wieder anhören. Als später der Plattenspieler den Geist aufgibt, wird die CD eingelegt. Selbst die Tochter ist mit dem "Bee Gees"-Virus infiziert.

Und wenn immer, wenn "Night Fever" läuft, kommt die Erinnerung an jenen besonderen Tag im August 1977 wieder.

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Dorothea Brähler und ihr Mann Helmut

Es ist der große Tag von Dorothea und ihrem - zukünftigen - Mann: die kirchliche Trauung soll stattfinden. Im Brautauto wird sie zur Kirche gefahren, muss allerdings noch warten, da sie zu früh sind. Alle sind, verständlicherweise, angespannt. Und dann läuft im Radio "Skandal im Sperrbezirk". Diese Lied verleiht dem Augenblick eine komische Note, alle müssen lächeln, und ein Teil der Anspannung löst sich.

Obwohl es inzwischen 35 Jahre her sind, erinnert sich Dorothea immer wieder bei dem Lied an diesen besonderen Moment in ihrem Leben zurück, mit einem Lächeln im Gesicht.

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Marion Ulrich

Das Lied von Céline Dion zählt zu den schönsten Liebesliedern der Geschichte. Auch bei Marion spielt es eine große Rolle. Nach einer gescheiterten Ehe will sie erst mal nichts von einer neuen Beziehung wissen. Mit dieser festen Absicht geht sie mit einer Freundin öfter zum Tanzen. Doch eines Tages passiert es: Sie fordert einen Mann zum Tanzen auf. Es bleibt nicht bei einem. Und als "My Heart Will Go On" gespielt wird, fragt ER, ob sie tanzen wollen. Marion sagt ja und das Feuer entfacht und sie werden ein Paar.

Seit 20 Jahren sind sie jetzt zusammen, und immer, wenn sie "ihr" Lied "My Heart Will Go On" hören, denken sie an jenen Tanz von damals zurück, und dass das Feuer ihrer Liebe immer noch brennt.

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Hermann Hillebrand

Dieses Stück erinnert mich an mein erstes Live-Interview mit einem Künstler. Es war 1987 und ich hatte Peter Cornelius zu Gast, der sein neues Album vorstellte und mit diesem Titel einen Hit landete. Ich war vor der Sendung unbeschreiblich aufgeregt und hatte totales Lampenfieber. Das merkte auch Peter und meinte zu mir: "Geh schau, wir machen das schon!"

Und genauso sollte es kommen: Wir machten das und bekamen sehr tolle Rückmeldungen auf unser Gespräch. Ich bin Peter bis heute dankbar, daß er mir durch seine ruhige und liebe Art zu solch einer gelungenen Premiere verholfen hatte.

Und immer wenn ich diesen Titel hier in hr4 höre, erinnere ich mich an diese einmalige und letztendlich sehr schöne Situation.

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Melanie Schabel

Die Frage, wohin es in den Sommerferien geht, erübrigt sich, dann Spanien ist das Ziel. Melanie und ihre Eltern fahren mit Onkel, Tante und Cousine im neunsitzigen Bus hin. Eine lustige Angelegenheit. Als sie dann mehr werden, wird aufs Auto umgestiegen. Immer dabei: Eine Kassette mit Liedern von Drafi Deutscher. Sie wird während der Fahrt und auch abends eingelegt. Das absolute Lieblingslied ist "Cinderella Baby". Noch heute erinnert es Melanie an die unbeschwerten Urlaubstage in Spanien.

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Heinz Günter Heygen mit Chubby Checker

Die sechziger Jahre sind die Zeit des "Rock 'n' Roll". Sie sind auch die Jugendzeit von Heinz Günter. Als Zehnjähriger hört er ein Lied, dass ihn aus den Socken haut: "Let's twist again" von Chubby Checker. Er ist total begeistert. Einige paar Jahre später hat er ein weiteres Erlebnis mit diesem Lied. Es ist Silvester und die Familie feiert bei Verwandten in Wetzlar. Er und seine Cousine Renate sollen Tanzen und dann läuft im Radio ... "Let's twist again".

Das Highlight kommt dann bei einem deutsch-amerikanischen Freundschaftsfest in den Achtzigern, wo HGH gemeinsam mit einem Kollegen des amerikanischen Militärsenders AFN durchs Programm führt. Stargast war ... Chubby Checker! Und der hat dann HGH und den amerikanischen Kollegen auf die Bühne gebeten und gemeinsam haben sie getwistet. Und bei den zahlreichen Discos und hr4-Partys, die HGH moderiert, sorgt das Lied immer wieder für Begeisterung beim Publikum und für Bewegung auf der Tanzfläche. Das ruft auch bei dem Mann hinterm Mischpult ein Glücksgefühl hervor. Danke Chubby!

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Anke Oldewage

Einen Lieblingsonkel oder eine Lieblingstante hat wohl jeder, auch Anke. Bei ihr ist es eine Lieblingstante, Tante Inge. Von klein auf versteht sie sich mit ihr super. Sie haben jede Menge Spaß und fahren auch gemeinsam in den Urlaub. Und auf dem 70. Geburtstag von Tante Inge passierte dann etwas ganz Besonderes: Anke und Inge schnappen sich das Mikrofon des Alleinunterhalters und schmettern "Ich war noch niemals in New York" von der Bühne. Der Saal ist begeistert und die beiden freuen sich über ihren Erfolg.

Immer, wenn Anke das Lied heute hört, muss sie an diesen unvergleichlichen Auftritt mit Tante Inge denken, als der Saal ihnen zu Füßen lag.

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Hannelore und Lothar Huth

Mini-Röcke und Schlaghosen sind die Mode. Auch Hannelore Huth mag solche Klamotten, damit geht's in die Disco. Auf der Tanzfläche lernt man auch den einen oder anderen jungen Mann kennen. Und dann kommt dieses Lied und ER ist da: Lothar. Sie tanzen und treffen sich regelmäßig. Die Hochzeit bleibt nicht aus. Und zum 60. Geburtstag von Lothar hat Hannelore eine besondere Überraschung vorbereitet: Sie hat an hr4 geschrieben, sich das Lied gewünscht und es wird in "Wünsch Dir was" auch gespielt.

Und immer, wenn beide das Lied hören, denken sie an damals zurück, denn es gilt: "Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht!".

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Bernhard Brink

Im beschaulichen Nordhorn wächst Bernhard auf. Mit der Zeit beginnt der Schüler sich für Musik zu interessieren. Ende der sechziger Jahre hat es im besonders ein Lied angetan: "I've gotta get a message to you" von den "Bee Gees". Mit einer Tafel Schokolade und seinem Plattenspieler zieht er sich zurück und hört das Lied, immer wieder. Ihm wird klar: Ich will Musiker werden. Als 1969 die "Hitparade" im ZDF startet, sagt Bernhard zu seinen Eltern: "Da bin ich auch mal dabei!"

Doch noch steht eine solide Ausbildung im Vordergrund. Also zieht er nach dem Abitur zum Jura-Studium nach Berlin. Er lässt aber bald die Uni sausen und unterschreibt seinen ersten Plattenvertrag. Die Karriere nimmt seinen Lauf. Und seine Prophezeiung hat sich auch erfüllt: Er schafft es mehrfach in die "Hitparade". Wenn er heute "I've gotta get a message to you" hört, erinnert er sich immer wieder gerne an diese Zeit.

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Charlotte Weiser

Vollkommend überraschend flattert Charlotte an ihrem 16. Geburtstag ein Brief ins Haus, drin ist auch die Single "Rote Lippen soll man küssen". Den Absender kennt sie nicht persönlich. Es ist ein Verwandter einer Schulfreundin. Der hatte sie auf einem Foto gesehen und den Brief geschrieben. Und daraus entwickelt sich dann eine Brieffreundschaft, denn er wohnt in Bayern, sie in Hessen.

Ein halbes Jahr später sehen sich die beiden zum ersten Mal: Er fängt ein Maschinenbau-Studium in Gießen an. Und Rudolf, so heißt er, bleibt hartnäckig, hat er doch seinen Klassenkameraden schon prophezeit, dass Charlotte seine Frau werden wird. Diese Vorhersage tritt dann vier Jahre später ein. Nach dem erfolgreichen Examen heiraten die beiden 1967. Im letzten Jahr feierten Charlotte und Rudolf Goldene Hochzeit - mit zwei Töchtern und vier Enkeln. Und natürlich durfte dabei IHR Lied nicht fehlen.

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Gerlinde Schuhl

Gerlinde und ihr Mann sind beide berufstätig. Da bleibt manchmal leider nur wenig Zeit für gemeinsame Aktivitäten. Dabei sind beide so begeisterte Tänzer. Wenn sie zusammen über das Parkett schweben, vergessen sie Zeit und Raum. Ein großer Spaß! Und sie nutzen alle Tanzangebote, die die Region hergibt. Die Tanzausflüge genießen Gerlinde und ihr Mann, gerade weil die gemeinsame Zeit knapp ist - noch.

Denn bald sind beide im Ruhestand und werden die Zeit nutzen, wie es ihnen gefällt. "Nimm dir wieder einmal Zeit" erinnert Gerlinde Schuhl immer wieder an ihren Mann und das Tanzen.

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Britta Lohmann (rechts) und Freundin NIna

Endlich alleine auf die Piste gehen, ohne die Eltern als Aufpasser, das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden. So ist es auch bei Britta. Ein Falco-Konzert ist in der Nähe und da möchte die 15-Jährige mit ihrer besten Freundin Nina unbedingt hin. Einmal Falco live sehen und hören. Und - Überraschung - die Eltern erlauben es! Tage vorher beginnt die Vorbereitung. Die beiden Teenies singen die Titel des neueste Falco-Album schon mal hoch und runter.

Und dann ist es so weit, der große Tag ist da und es wird ein unvergesslicher Abend für Britta und Nina. Daraus entsteht eine Art Ritual, denn sie gehen seither immer wieder gemeinsam auf Konzerte. Bis heute hält die tiefe Freundschaft, auch wenn die Konzertbesuche seltener geworden sind und es sie lieber in fremde Städt oder zum Skifahren in die Berge zieht - nur die zwei Freundinnen aus Schulzeiten. Und dabei darf natürlich ihr Lied nicht fehlen.

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Dieter Voss

"Upside down" lief gerade überall, als ich - 20 Jahre jung - nach Frankfurt gezogen bin. Von der Kleinstadt in die Großstadt. Alles war neu und aufregend für mich, jeder Tag ein Abenteuer und das Leben voller Zukunft. Wenn in der Disko Diana Ross aufgelegt wurde, gab's kein Halten mehr, und ich ließ auf der Tanzfläche meine "Popperfrisur" fliegen. ;-)

Noch heute katapultiert mich der Song zurück in diese großartige Zeit.

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Harald Schmitt als Kind am Strand

Wohin geht's in den Sommerferien, ist auch im Hause Schmitt immer eine beliebte Frage. Den Vater zieht's in die Berge, die Mutter lieber ans Meer. Die Lösung ist ganz einfach: Ein Jahr geht's ans Wasser, im nächsten dann in die Alpen. Harald ist mit der Lösung einverstanden, solange er sein Kofferradio und die Kopfhörer dabei hat und so die Fahrt mit seiner Musik genießen kann.

Und auf der Fahrt in die Schweiz macht ihm besonders ein Lied viel Freude: "Wann wird's mal wieder richtig Sommer" von Rudi Carrell. Manchmal singt er auch lauthals mit. Noch heute erinnert ihn dieses Lied an die schönen umbeschwerten Tage in den Ferien.

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Thomas Anders

In den späten Sechzigern und frühen Siebzigern entdeckt der junge Bernd Weidung die Musik, damals vor allem Schlager. Es nimmt Klavierstunden und hat auch eine Stimme, die ihm eine Karriere als Sänger verspricht. Doch so richtig "funkt" es, als er mehr englischsprachige Titel hört: "Mandy" klingt so anders als der deutsche Schlager und so will er auch singen.

Während des Studiums nimmt er zwar erste Platten auf, aber der Durchbruch kommt erst, als Bernd, der sich inzwischen Thomas Anders nennt, einen neun Jahre älteren Produzenten namens Dieter Bohlen trifft. Sie gründen das Duo "Modern Talking" - der Rest ist Geschichte. Aber die Motivation für die große Karriere kam von einem Song, den er in jungen Jahren im Radio gehört hat.

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Gunnar Fehling bei einer Pause beim Skifahren

Sport ist für Gunnar in den siebziger und achtziger Jahren sehr wichtig. Der SSV 1951 Kassel ist sein zweites Zuhause. Legendär sind die Ski-Freizeiten: Über Ostern fahren die Sportfreunde nach Tirol und dort geht's auf die Piste und dann wird beim Après-Ski gefeiert.

Und diese schöne Zeit verbindet Gunnar ganz eng mit der britischen Band Supertramp. Die war genau zu dieser Zeit super-angesagt und auch beim Skifahren in Tirol ein Dauerbrenner. Und seitdem ein ständiger Begleiter von Gunnar - bis heute.

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Ursula Hensel und ihr Mann

Als Ursula Hensel ihren späteren Mann kennen lernte, der damals, 1975, schon ein Auto hatte, lief im Radio "Una paloma blanca". Sie trägt, daran erinnet sie sich heute noch, knielange Kunstlederstiefel und einen dunkelgrünen Maxirock. Sie treffen sich dann regelmäßig, gehen in die örtliche Gaststätte zum Tanzen. Die Cola für 50 Pfennig muss für den Abend reichen. Und immer wieder erklingt ihr Lied.

Bis heute denken Ursula und ihr Mann an diese Zeit zurück, wenn die das Lied hören. Schön war's.

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Mary Roos im hr4-Studio

Als Schlagerstar hat man so einiges um die Ohren: Aufnahmen im Studio, Fototermine, Werben für das neue Album, Fernsehauftritte, Tourneen. Vielfach ist es ein Leben aus dem Koffer, heute hier, morgen dort. Mary Roos genießt deshalb die "freien" Tage zu Hause. Und diese Tage werden noch besser, wenn das richtige Lied im Radio läuft: "Happy" von Pharell Williams.

Wenn sie morgens das Radio einschaltet und das Lied läuft, dann tanzt sie schon mal beschwingt durch die Küche, auch wenn sie Geschirr in den Händen hat. So lädt Mary Roos ihre Akkus für neue Taten auf, damit sie ihre Fans mit ihren Liedern glücklich macht.

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Diane Steffens auf der Abi-Fahrt in Florenz

Das Lied erinnert mich an meine Jugend- und Teeniezeit, die ersten Partys. Es war die Zeit, in der alles aufregend war, die Dinge sich ständig verändert haben, die Zukunft noch nicht ganz klar, aber man trotzdem so unbekümmert war und sich so frei gefühlt hat.

Und auf diesen Partys haben damals alle - von 14 bis 24 - zusammen gefeiert und getanzt. Und dieses Lied war immer dabei.

Es erinnert mich heute noch an diese schöne Zeit.

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Katja Viehmann als Kind beim Spülen

Bei diesem Lied kommen Katja immer Erinnerungen an ihre Kindheit und ihre Mutter. Denn früher liefen im Radio immer Oldies, auch Chubby Checker. Und bei diesen Liedern hat ihre Mutter Katja einiges gelernt: Spülen, Putzen und Bügeln! Ob diese Arbeiten an sich keinen so großen Spaß machen, gehen sie mit der richtigen Musik leichter von der Hand und es macht sogar Spaß. Da ihre Mutter, im Gegensatz zum Vater, auch gerne tanzt, twisten Katja und sie auch heute noch gerne mal durchs Haus.

Und für Katja ist Chubby Checker immer noch ein gern gehörter "Helfer" bei der Hausarbeit.

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Hochzeitsfoto

Eine Freundin nahm sie mit auf die Geburtstagsfeier eines Bekannten von ihr und Elfi bekam dort das größte Geschenk, auch wenn sie das damals noch nicht wusste. Auf der Feier wurde getanzt und geredet und irgendwann muss sie nach Hause gefahren werden. Das Geburtstagskind war dann ganz Kavalier und fuhr sie und dabei hat es dann gefunkt. Das war vor 49 Jahren. Und seit 48 sind sie glücklich verheiratet.

Wenn beide heute "Only You" hören genügt ein Blick und die Erinnerung an die schöne Zeit wird wieder lebendig.

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Inka Gluschke im Zug

Das Lied ist DER Soundtrack meines Lebens. Und die Geschichte dazu ist schnell erzählt: Mitte der neunziger Jahre betrat ich zum ersten Mal Schottland und verlor mein Herz auf der Isle of Skye. Die Proclaimers wiederum sind Schotten. Charlie und Craig Reid haben "I'm Gonna Be" 1988 rausgebracht, aber es wurde tatsächlich erst ein paar Jahre später durch dem Film "Benny und Joon" zum Welterfolg. Und solange schon ist "I'm Gonna Be" mein Glückssong. Genau wie Schottland: das ganz große Glück.

Davon mal abgesehen ist "I'm Gonna Be" die schönste Liebeserklärung, seit es Musik gibt. Finde ich! Ach und Mitte der 90er Jahre sah ich so aus.

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Marie-Louise Cardell in San Francisco

1974 war ich zum ersten Mal in San Francisco, mit zarten 16 Jahren. Damals hab' ich eine Sandkasten-Freundin besucht, die zehn Jahre zuvor mit ihren Eltern dorthin ausgewandert war. Für mich war das der Aufbruch in eine neue Welt, bedeutete Freiheit, Unabhängigkeit, Abenteuer. Ich wurde Teil der Flower-Power-Generation und das Lied von Scott McKenzie erinnert mich immer wieder an diese Zeit des Aufbruchs. Eine glückliche Zeit – mein Glückssong!

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DJ Ötzi beim Besuch im hr4-Studio

Er ist ein erfolgreicher Sänger, die Fans lieben ihn, doch auch wenn er meist gut drauf ist, hatte er kein sorgenfreies Leben. Seine Kindheit war nicht immer so einfach, später erkrankte er an Krebs und litt zeitweise an Depressionen. Ein Lied, das ihm Kraft gibt, ist "Miserere" von Zucchero. Das schrieb der italienische Sänger, als er nach der Scheidung in eine Lebenskrise fiel und sie so verarbeitete.

Als DJ Ötzi bei einem Zucchero-Konzert war und das Lied erklang, war er so ergriffen, dass er sich zurückzog. Er hatte Tränen in den Augen, da ihn das Lied an sein Leben erinnerte. Für DJ Ötzi ist es ein starkes Lied, dass einem wieder aus einem Tal holt.

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Hochzeitsfoto von Ivonne Klipp und ihrem Mann Olli

Vor zehn Jahren trat Ivonne vor den Traualtar und abends bei der Feier hat ihr Mann Oli ihr das schönste Geschenk gemacht: "Ein Stern" war das erste Lied, als es ans Tanzen ging. Rund 100 Leute haben damals mitgefeiert. Sie hatten viel Spaß, es gab gutes Essen und es wurde viel getanzt. Nach der Party gab es dann noch eine "schöne" Überraschung: Einbrecher hatten die Wohnung verwüstet, aber - Gott sei Dank - nichts Wertvolles mitgenommen.

Trotzdem zaubert "Ein Stern" auch heute Ivonne noch immer ein Lächeln ins Gesicht und sie denkt glücklich an den schönsten Tag in ihrem Leben zurück.

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Uwe Becker beim Kite-Surfen

Ein Lied, was mich glücklich macht? Das ist von den Beach Boys "Surfin' U.S.A" aus den sechziger Jahren. Bei dem Lied denke ich sofort an die große Freiheit, fröhliche Menschen, heiße Sommer, guten Wind, ein schnelles Surfbrett, große Action und am liebsten auch an strahlenden Sonnenschein, blaues Wasser und den warmen Sand am Strand. Mit diesem Lied bekomme ich dieses schöne Gefühl, auch beim Surfen auf der Nordsee.

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Britta Wiegand vor einer Schrankwand

Das Lied erinnert mich an ein besonderes Erlebnis: Ich war 12 und durfte alleine (!) in den Sommerferien in die USA fliegen, zu meiner Tante und meinem Onkel. Und dort hatte ich eine unheimlich tolle Zeit und war sogar meiner Zeit hier voraus: Ich durfte Auto fahren. Meine Tante hat es mir beigebracht. Ein großartiges Gefühl. Und ich war während des Aufenthalts auch im Kino, in dem Film "Xanadu", mit dem tollen gleichnamigen Song von Olivia Newton John.Deshalb erinnert mich dieses Lied, immer wenn ich es höre, an diese unbeschwerten Wochen Anfang der Achtziger.

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Benrd Wagner 1958

Knallfrösche in der Regenrinne, ein unheimliches Klopfen an der Fensterscheibe oder mit Ruß gefüllte Säcke, der auf den Köpfen der Mitbürger landete: Das war die glückliche Kindheit von Bernd auf dem Dorf. Strafen gab's auch: Dann musste beim Pfarrer gemäht werden. Aber es ist eine unbeschwerte Zeit.

Das Lied "Ein Leben lang" gibt Bernd immer wieder eine schöne Erinnerung an diese Zeit.

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Leere Bank am Meer im Sonnenuntergang

Produktion: Mario Hornitschek

Grafik:
Katrin Dillmann, Bartolomeo Castagna

Musik-Produktion: Kareen Dietrich, Kira Okrent, Simon Binnenmarsch, Jan Birkholz, Julian Schertel, Henrik Kirchner

Redaktion: Anne Jäger, Ina Reckziegel, Nina Thöne, Mario Hornitschek, Axel Oppermann

Wir danken allen beteiligten hr4-Hörerinnen und -Hörern für ihre Unterstützung.






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