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Mit Frank Witzel durch das Museum Wiesbaden

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Frank Witzel: „… und doch sind es einschneidende Momente, in denen wir die erste Musik hören, das erste Gemälde sehen, das erste Gedicht lesen.“

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Wiesbaden sucht ihn heim – und er sucht Wiesbaden heim. Kaum ein Ort hat den Schriftsteller Frank Witzel so geprägt wie das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur, das Museum Wiesbaden. Er beschreibt das Museum als einen "Irrgarten von schmalen, holzgetäfelten Zimmern", in die er "fern von der sonstigen Welt des Alltags, der Schule, des Elternhauses und den Anforderungen des Aufwachsens" jederzeit eintauchen konnte.

Jetzt ist Frank Witzel in seine Heimatstadt und an den Ort seiner künstlerischen Initiation zurückgekehrt. Als Kurator der 20. Wiesbadener Literaturtage hat er die Kunstwerke ausgewählt, die ihn als Jugendlicher am meisten beeindruckten. Besuchen Sie mit Frank Witzel das Museum Wiesbaden und sehen Sie die Bilder mit seinen Augen!

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"Adorno war es, der den Ort Amorbach in beinahe proustscher Manier verklärte.“

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Frank Witzels Rundgang durch das Museum Wiesbaden beginnt mit einem Blick auf Amorbach – jenen durch Theodor W. Adorno legendär gewordenen Ort im Odenwald. Unwillkürlich sieht Frank Witzel das Gemälde Wilhelm Trübners mit Adornos Augen.

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"Ist Idylle vielleicht das, was man aus der Distanz betrachtet?"

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Das Gemälde zeigt eine Idylle. Doch Frank Witzel sucht nach Hinweisen, die die Harmonie als Schein entlarven. Zieht die dunkle Wolke in der Mitte des oberen Bildrands bereits wieder ab, oder senkt sie sich auf das Städtchen? Liegt der Ort nicht allzu ungeschützt am Wasser?

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"Ein eigenartiges, beinahe könnte man sagen, ein vollgestopftes und überbordendes Bild …“

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Marianne Werefkin kam im Jahr 1910 ins bayerische Oberau. Gemeinsam mit Alexej Jawlensky, Gabriele Münter und Wassily Kandinsky ließ sie sich vom Dorf und der Landschaft inspirieren. Und fühlte dabei die Atmosphäre des Ortes genau nach, findet Frank Witzel.

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"Von naiver Ruhe sind in diesem Wirrwarr allein die unbedarften Menschlein, die seelenruhig in ihr eigenes Verderben marschieren.“

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Ein harmloser Spaziergang oder märchenhafte Bedrängnis? Frank Witzel setzt Ernst Ludwig Kirchners Gemälde in Beziehung zu den Schrecken des Ersten Weltkriegs. Die Natur hat jede idyllische Ruhe abgestreift.

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„weder Bücher, Schachteln, Kannen oder Becher …, sondern ein Bild“

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Zu Karl Hofer hat Frank Witzel eine ambivalente Beziehung: Als jugendlicher Besucher des Museums Wiesbaden erschien der konservative Maler ihm geradezu als Gegenfigur jeder Avantgarde. Das "Stillleben mit Ölkanne" jedoch, das nicht einer vermeintlichen Stille nachstrebt, sondern Stille aus sich heraus entwickelt, findet sein Wohlwollen.

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"Roadmap und Mindmap gleichermaßen“

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Könnte es sein, dass Klee und Kirchhoff von Biebrich in Richtung Kastel, vielleicht auch in Richtung Schierstein spazieren – fragt sich Frank Witzel angesichts des Werkes ohne Titel von Paul Klee. Die Federzeichnung ist für ihn ein einzigartiger Kosmos: eine Darstellung, die sich mit einer Erzählung verbindet.

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"Vielleicht ist die Sanitätstasche wie ein Wunschring, der einem durch das Leben hilft"

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Ein Künstler befindet sich immer im Balanceakt zwischen Lächerlichkeit und Genialität. Frank Witzel blickt auf die Sanitätstasche, die Joseph Beuys zum Kunstwerk machte – eines der bekanntesten Werke des Museums Wiesbaden.

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"Zumindest hat sich aus dem Wort "Wasser" das SS bereits bedrohlich herausgelöst.“

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Vordergründig erscheint das Bild von Jörg Immendorff als politisches Pamphlet. Doch der Künstler nimmt eine ironische Distanz ein und reflektiert, was ihn fasziniert und antreibt. Spricht gar das Wasser selbst zu den "Deutschen Nichtschwimmern", fragt sich Frank Witzel.

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wurde 1955 in Wiesbaden geboren und lebt in Offenbach am Main. Er ist Schriftsteller, Übersetzer, Zeichner und Musiker. Bekannt wurde er mit seinem Roman "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969".

Für die Wiesbadener Literaturtage entstand in Zusammenarbeit mit hr2-kultur der literarische Rundgang "Wiesbadener Heimsuchung", in dem Frank Witzel insgesamt 25 Kunstwerke des Museums Wiesbaden beschreibt. Den Multimediaguide (Gesamtlänge: ca. 90 Minuten) können Sie im Google-Playstore und im App-Store herunterladen und im Museum nutzen.

Als Kurator der Wiesbadener Literaturtage präsentiert Frank Witzel vom 5. bis 16. November 2017 ein spartenübergreifendes Festival. Das Programm umfasst Literatur und Lyrik, Kunst, Musik, Philosophie und Film. Zu den Gästen von Frank Witzel gehören unter anderem der Posaunist Uwe Dierksen, die gefeierte amerikanische Gitarristin Mary Halvorson, der Philosoph Marcus Steinweg und der österreichische Schriftsteller Gerhard Roth.

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Das Webspecial "Wiesbadener Heimsuchung" präsentiert Auszüge aus dem gleichnamigen Multimediaguide des Museums Wiesbaden von und mit dem Schriftsteller Frank Witzel.

Der Multimediaguide entstand in Zusammenarbeit mit hr2-kultur (Regie: Burkhard Schmid, Ton und Technik: Melanie Inden), das Copyright liegt bei Frank Witzel. 

Bildnachweis: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Redaktion Webspecial: Klaudija Schnödewind, hr-Multimedia

Webgrafik: Bartolomeo Castagna, hr-Multimedia

Text und Gesamtredaktion: Karoline Sinur, hr2-kultur 

Weiterführende Infos:

Die Auftaktveranstaltung "Literaturtage Wiesbaden - Literarischer Rundgang mit dem Kurator Frank Witzel" findet am 5. November 2017 statt.

Zum Museum Wiesbaden

Zur Webseite von Frank Witzel

Mehr Infos zu den Wiesbadener Literaturtagen

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