Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

95neuethesen_gießen

Logo http://reportage.hr.de/95neuethesen_giessen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Jeder Mensch hat seine eigene Identität, die durch die Summe verschiedener Merkmale geprägt ist.

Manche Merkmale rücken stärker in den Fokus der Mitmenschen, so zum Beispiel Herkunft, Sprache, Hobbies, politische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung oder Essgewohnheiten.

Natürlich gibt es auch gemeinsame Identitäten, etwa wenn sich Menschen zu einer Gruppe (Familie, Freundeskreis, Nation) zugehörig fühlen, weil sie bestimmte Werte oder Merkmale teilen.

Von außen betrachtet werden verschiedenen Identitäsmerkmalen auch immer wieder Charaktereigenschaften nachgesagt, was zu hartnäckigen Vorurteilen führen kann.

Einige Vorurteile nehmen wir etwas genauer unter die Lupe.

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten

Wie sieht der typische Metal-Fan aus?
Welche Charaktereigenschaften werden der Metal-Fangemeinde zugesprochen?
Wie äußern sich Personen, die Metal-Fans kennen?

Video öffnen

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten

Wir haben Jonas Cramer mit gängigen Klischees konfrontiert. Er ist bekennender Metalfan (auch wenn sein Auftreten das nicht auf den ersten Blick verrät). Doch sollte er das als Metalfan sein?
Er erklärt uns was es mit der Thematik „Metal“ eigentlich auf sich hat.

Video öffnen

Zum Anfang

Lange schwarze Haare, Bart, aggressives Auftreten, groß und breit gebaut, Gebrüll...

Diese Stichwörter fielen am häufigsten auf, als wir uns in die Fußgängerzone Gießens begaben und verschiedenste Passanten zum Thema Metal befragten, zum Beispiel wie für sie der typische Metaler aussieht oder wie diese Musikrichtung generell auf sie wirkt.

Meistens waren ihre Aussagen nicht wirklich begründet und hatten wenig Anhaltspunkte. Die meisten Aussagen implizierten Unverständnis, Ablehnung und generelle Ungewissheit zu dieser Thematik, sodass ein Teil der Befragten sich eher von Metalern fernhält, da man nicht wirklich weiß, was es mit Metalkult auf sich hat.

Doch es gab auch andere Ansichten in Bezug auf den typischen Metaler. Wir hatten zum Beispiel auch einen Passanten, der meinte, dass Metaler überaus entspannte Menschen seien. Ein weiterer Passant, ein Metalhörer, erklärte uns, dass diese Vorurteile nur zum Teil auf seinen Freundeskreis, welcher hauptsächlich aus Metalern besteht, zutreffe. Diese positiveren Einstellungen zu der Thematik wurden eher von Menschen, welche schon Erfahrungen im Bezug auf Metal und den Fans des Genres gesammelt hatten, vertreten.
Zutreffend sind die Klischees der meisten Menschen jedoch schon, wenn man die Bands und Fans dieses Musikgenres betrachtet, jedoch darf man (wie so oft) nicht alle Menschen in eine Schublade stecken.

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten

Wusstest du, dass durch das Patriarchat, also eine Gesellschaft, die Männer bevorzugt, viele Frauenrechte (auch in Deutschland) nur Stück für Stück erkämpft werden konnten?

Es war ein langer Weg bis Frauen die gegenwärtigen Rechte erlangt haben.

Video öffnen

Zum Anfang

Ann-Christine Herbold (20), Frauen- und queerpolitische Sprecherin der Grünen Jugend Hessen steht in einem Interview vom 13.11.2017 uns zu unserer These Rede und Antwort.

Wie definierst du Feminismus für dich?
Feminismus ist für mich der Kampf darum, dass alle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten haben und Entscheidungen unabhängig von ihrem Geschlecht frei und selbstbestimmt treffen können. Warum das für mich dann immer noch Feminismus heißt und nicht etwa Egalitarismus? Das liegt darin begründet, dass Frauen gesamtgesellschaftlich betrachtet immer noch deutlich häufiger als Männer aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt werden. Sie erfahren öfter sexualisierte Gewalt und werden oftmals objektifiziert und weniger ernstgenommen.
Ist FeministIn deiner Meinung nach eine Identität?
Die Identität eines Menschen setzt sich aus vielen verschiedenen Aspekten und grundliegenden Überzeugungen aus. Der Feminismus ist hierbei die Überzeugung, dass Frauen genauso viel wert sind wie Männer und entsprechend gleich behandelt werden sollten. Er ist daher ein möglicher Teil der Identität einer Person und kann dabei einen unterschiedlich großen Anteil dieser Identität ausmachen, ich würde jedoch nicht so weit gehen, ihn als eigene Identität zu bezeichnen.
Warum ist der Feminismus ein politisches Mittel?
Der Feminismus begann als Kampf um gleiche Rechte für Frauen und wo sonst werden Rechte und Gesetze erstritten, wenn nicht in der Politik? Hätten wir die Gleichbehandlung von Männern und Frauen erreicht, bräuchten wir den Feminismus nicht mehr. So lange wie er nötig ist, wird er immer politisch bleiben.
Wie stehst du zu der These „Alle FeministInnen hassen Männer“?
Sie ist tatsächlich belustigend, jedoch hauptsächlich nervig. Erstaunlicherweise kommt die Aussage oft als Totschlag-Argument von Männern, die sich angegriffen fühlen. Zum Beispiel, wenn Frauen sich dagegen wehren, auf ihr Aussehen reduziert zu werden. FeministInnen die Männer hassen, habe ich übrigens nie getroffen. Ich finde die Vorstellung, dass es sie tatsächlich geben könnte, aber ehrlich gesagt ziemlich absurd, denn Feminismus heißt für mich Gleichberechtigung und Gleichbehandlung. Niemand ist aufgrund des eigenen Geschlechts mehr oder weniger wert als andere. Wie da Hass reinpassen soll, erschließt sich mir nicht.
Was sind deiner Meinung nach aktuelle Themen des Feminismus?
Global betrachtet müssen wir immer noch in vielen Ländern dafür kämpfen, dass Frauen und Mädchen als gleichwertig erachtet werden. Wir müssen weiterhin gegen Kinderehen vorgehen, die vielerorts Mädchen und jungen Frauen die Chance auf Bildung nehmen. Wir müssen weiterhin für sichere und legale Abtreibungen kämpfen, die insbesondere in einigen Ländern Latein- und Südamerikas noch nicht möglich sind. Wir müssen weiterhin gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen kämpfen und dafür dass ihre Stimmen genauso viel Gewicht haben, wie die der Männer. Auf unsere westliche Welt bezogen, konzentriert sich der Feminismus derzeit stark auf die Darstellung von Frauen und Mädchen in den Medien und den Wunsch, nicht länger hauptsächlich auf Äußerlichkeiten reduziert zu werden sowie auch, besonders in den letzten Tagen und Wochen, auf sexuelle Belästigung und Missbrauch. Denn solange Frauen und Männer noch nicht überall auf der Welt in jedem Bereich, in dem es irgendwie möglich ist, real gleichberechtigt sind, solange in den Köpfen einiger immer noch Frauen weniger wert sind, brauchen wir Feminismus.



















Zum Anfang

FeministInnen hassen Männer? Nein, das machen sie nicht.

FeministInnen kämpfen für Gleichberechtigung der Geschlechter und gegen Stereotype.
Niemand soll aufgrund seines Geschlechtes besser oder schlechter behandelt werden, dazu zählt auch der klischeehafte Hass gegen Männer. Durch den Kampf gegen die Stereotypen setzen sich FeministInnen automatisch auch gegen vorherrschende Rollenbilder wie das des starken Mannes, welcher alleinverdienend die Familie ernährt, ein. Dadurch wird ihnen auch der Druck genommen, diese Voraussetzungen zu erfüllen.

Wir brauchen den Feminismus heute genauso wie in seinen Anfängen im 19. Jhr., da die Gleichberechtigung noch nicht überall auf der Welt existent ist oder konsequent durchgesetzt wird.

Feminismus ist ein Teil des eigenen Menschenbildes und Gesellschaftsverständnisses, so vielschichtig wie die Person ist, ist auch der Feminismus und kann daher nicht stigmatisiert werden. Er ist eine politische Bewegung gegen Unrecht und Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes.

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

„Du willst dir nur noch nicht eingestehen, dass du schwul bist...“
„Wann wirst du dich für eine Seite entscheiden?“.
Diese und andere Aussagen  sind Dinge, die man im Bezug zu Bisexualität und bisexuellen Individuen oft zu hören bekommt.
Doch warum sieht die Gesellschaft Sexualität als zwei festgelegte Seiten/Binären?
Warum „entweder... oder...“?

Den aus den Jahren 1948-1953 stammenden Kinsey-Reports zufolge, gibt es eine fluide Skala mit 6 Stufen, welche die menschliche Sexualität unterteilt. Die Stufen reichen von 0, komplett heterosexuell bis 6, komplett homosexuell. Die dazwischen liegenden Stufen bezeichnen variierende bisexuelle Abstufungen, wobei Stufe 3 das absolute Gleichgewicht zwischen hetero- und homosexueller Anziehung darstellt. Demnach kann sich jeder Mensch einer Stufe zuordnen, die ihm passend erscheint.

Allerdings wird Bisexuellen jeder Variation oft vorgeworfen, dass sie sich eigentlich nur etwas vormachen, hemmungslos sind oder gar nicht existieren beziehungsweise imaginär sind.
Vorurteile wie diese kommen nicht nur seitens der heterosexuellen Community, auch die homosexuelle Community ist Bisexualität leider oft kritisch gegenüber eingestellt.

Zum Anfang

Bisexualität ist – genau wie jede andere sexuelle Orientierung – keine Frage der Entscheidung, denn es geschieht unbewusst, ob man sich zu einer Person hingezogen fühlt oder nicht.

Einzig und allein wie die Person mit ihrer sexuellen Identität nach außen umgeht, ist eine Entscheidungsfrage.

Bekenne ich mich offen dazu, zu welchem Geschlecht ich mich (in welcher Form auch immer) hingezogen fühle?

Spreche ich mit meinem Freund/meiner Freundin darüber?

Lebe ich meine Sexualität heimlich aus?

Für Gefühle kann man sich nicht entscheiden, für den Umgang damit allerdings schon.



Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Vegetarismus:
Eine fleischfreie Ernährung, aber dennoch werden tierische Erzeugnisse wie Milchprodukte und Eier konsumiert.
Ovo-Vegetarisch: Fleischfreie Ernährung mit Eiern, aber ohne Milchprodukte.
Lacto-Vegetarisch: Ernährungsweise mit Fleisch und Milchprodukten, aber ohne Eier.

Veganismus:

Wer sich vegan ernähren will, verzichtet auf jegliche Produkte tierischer Herkunft. Wer vegan leben leben will, verzichtet auf weitere Alltagsprodukte, wie Seide, Wolle, Leder und Honig.

Fruganismus:
Ist eine Ernährungsweise in der weder Tiere noch Pflanzen zu Schaden kommen sollen. Man ernährt sich von Obst/Fallobst, Nüssen und Samen. Knollen und Wurzeln sind tabu!

Rohkost:
Man konsumiert nur Rohes bzw. auf maximal 42 Grad Erhitztes. Viele Rohköstler ernähren sich vegan.



























Zum Anfang

 1. Wie lange machst du das schon?
Seit Mitte Dezember 2012.
 
2. Was waren deine Motive für diesen Wandel?
Zu Beginn waren es rein gesundheitliche, als auch leistungsorientierte Gründe, da ich mit meinem Körper schon immer viel in Bewegung war und die Abwesenheit von Krankheit stets genossen habe. Da ich ein duales Studium für Fitnessökonomie absolviert habe kam ich automatisch in Berührung mit der Materie der Ernährung, der Großteil meines Wissens basiert aber weitestgehend auf Seltstudium, was mit der Neugierde an dem Mensch an sich, seiner Physis, Psyche und so weiter, einhergeht. Kurz darauf folgten ethische als auch ökologische Gründe, ersteres durch größere Selbstreflektion, letzteres mit zunehmendem Wissen.

3. Wie überträgst du deine Ernährung auf dein gesamtes Lebenskonzept?
Genau genommen habe ich meine Ernährung lediglich meinem Leben angepasst, was mir aber erst mit der Zeit bewusst wurde. Seitdem ich denken kann verachte ich Gewalt, versuche Positives in der Welt zu wirken, bin bedacht auf meine Gesundheit (dachte ich zumindest) und vieles mehr. Die Erährung zu verändern war für mich ein Update meines bisherigen Seins und es war lediglich eine Frage der Zeit, bis ich mich aus meinen mir erzogenen, gesellschaftlich als auch familiären, Normen befreien werde bzw befreit habe.

4. Wie hat sich dein Lebensgefühl dadurch verändert?
Unabhängig von den vielen gesundheitlichen Benefits durch die hohe Mikronährstoffaufnahme, dem Entfallen vieler Risikofaktoren einer tierischen Ernährung (wobei man auch vegan viel schrott, z.B. stark verarbeitetes, industriezucker- und zusatzstofflastiges essen kann) habe ich nach einer gewissen Zeit eine Veränderung meines Gemütszustandes wahrgenommen. Nach einigen Stunden, verschiedenen Ecken des Internets und ein paar Harward Studien später erklärte sich dieser Zustand durch die der Ernährungsform nicht innewohnenden negativen Emotionen, welche das Gewebe durch hormonelle Einlagerung speichert, bspw. die Angst, den Stress und die Trauer, welche Tiere in ihrer Haltung oder bei Ermordung usw. auswerfen. Jahre später ist meine Schlaf- und auch Traumqualität auf einem nie da gewesenen Level, welches neben der Ernährung auch verschiedenen Formen der Entgiftung und Meditation zu Grunde liegen.

5. Wie nehmen dich andere dadurch war?
Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich und lassen sich nicht pauschalisieren. Viele Menschen treten dem mit Respekt entgegen, was häufig darin begründet liegt, dass die Menschen ebenfalls die ethischen Aspekte nachvollziehen und Mitgefühl aufzeigen.
Ich bin auch schon auf Menschen getroffen, welche kritisch an das Ganze rangehen, selten wissenschaftlich, meist ihren Lebensstil schützend oder einfach nur Konflikt ersuchend. Der Typ Mensch dessen Ego ihn sehr einnimmt, für den ich mir gerne Zeit nehme und vor allem Mitgefühl aufbringe, da hinter der Fassade häufig viel Leid, Schwäche und Zerbrechlichkeit schlummert. Mir oder anderen etwas böses wollen meist die wenigsten, aber auch hier gibt es leider Ausnahmen...immerhin sind wir Menschen, wir sind nicht alle frei von Fehlern.

6. Was sind typische Sprüche die du zuhören bekommst? Und wie reagierst du drauf?
Demnach gibt es auch gar nicht so viele Sprüche, vielleicht spielt das Erscheinungsbild dort auch eine kleine Rolle, wenn man eher durch seine Lebensenergie und Positivität auffällt, als durch mögliche bestehende Klischees. Meistens entgegne ich individuell, wenn jemand tatsächlich offensiv an mich heran tritt. Abhängig davon, ob die Kritik oder auch die weniger sinnigen Sprüche eher von gesundheitlicher oder ethischer Natur sind, selten ökologische, biete ich gerne mein Wissen an. Dass ich meine Stimme nicht für die stumm lasse, welche selber keine haben und es für mich zum Mann sein dazu gehört, eben diese Wesen zu schützen, ist eine mögliche Antwort. Das bezieht sich ebenso auf den Umgang mit Menschen, denn zu häufig hebt der Menschen seine Stimme nicht, wenn es notwendig ist, wenn Gewalt entsteht und das Nicht-agieren macht unweigerlich zum Mittäter.

7. Würdest du sagen du quälst dich selbst durch deinen Lebensstil? Und wurdest du dann sagen dass sich andere Veganer quälen?
Ich denke, dass die einzige Qual für Menschen darin liegt, sich mit dem Umfeld zu arrangieren, wenn man das Pech hat von weniger gebildeten und empathischen Menschen umgeben zu sein, welche Engstirnigkeit präferieren. Diese Situationen bleiben leider nur seltenst vollständig aus. Das Essen an sich umzustellen empfinde ich nicht als sonderlich schwer, letztendlich ist es kein wirklicher Verzicht für mich, da ich tote Körperteile, Muttermilch für Kälbchen und ähnliches, als auch die unbefruchtete Eizelle eines Huhns nicht als etwas essbares ansehe. Vor allem aber hat sich mein Interesse für Essen sehr verschärft und der Umfang als auch die Vielfalt des Essens hat sich bei weitem vergrößert. Die eigene Bequemlichkeit sich aus alten Denkmustern zu befreien kann naürlich im Weg stehen! Zu guter Letzt wird jeder, der in seinem Leben eine an Kalorien reduzierte oder potenziell noch anstrengendere Form der Ernährung, bspw. in einer Kohlenhydrat reduzierten, durchgeführt hat, wissen, was wirklicher Verzicht ist.













Zum Anfang

Der Duden beschreibt das Verb „quälen“ mitunter wie folgt:
- jemandem lästig werden, indem man ihm [mit einem Begehren] keine Ruhe lässt.
- sich (mit etwas, jemandem) sehr abmühen
- sich unter Mühen, mit großer Anstrengung irgendwohin bewegen

In allen Definitionen geht es um Mühe, Anstrengung und Schmerzen.

Wenn ein Veggie also einen inneren Ekel vor Fleisch und/oder tierischen Produkten hat, so wäre es vielmehr eine Qual, wenn er trotz des Ekelgefühls diese Produkte zu sich nehmen würde.

Wenn ein Veggie aus gesundheitlicher Überzeugung auf Fleisch und/oder tierische Produkte verzichtet (ohne etwas dabei zu vermissen), so hat auch das weder etwas mit Anstrengung, Mühe oder gar Schmerzen zu tun. Oft ist sogar das Gegenteil der Fall: Das Glücks und Wohlgefühl überwiegt massiv.

Wenn ein Veggie jedoch mit seiner Art der Ernähung etwas vermisst und eigentlich Lust an Fleisch und/oder tierischen Produkten verspürt, allerdings gegen dieses Verlangen (aus welchen Gründen auch immer) ankämpft, dann hat es durchaus etwas mit Qual zu tun.

Letztenendes ist es das subjektive Gefühl jedes einzelnen Veggies, ob er sich quält oder nicht. Verallgemeinern lässt es sich nicht.
 

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten

Um Vorurteile zu überwinden, bedarf es mehr als nur Fakten: Der Urteilende sollte eine innere Offenheit besitzen, um sich mit eben diesen Fakten und Impulsen auseinanderzusetzen.

Ob diese Offenheit aus humanistischen oder religiösen Gründen heraus entsteht, liegt an jeder Person selbst, aber sie ist Grundlage für den Wechsel des eigenen Blickpunkts.

Video öffnen

Zum Anfang

Nachdem wir uns über ein halbes Jahr mit verschiedenen Themen und den anhängenden Vorurteilen beschäftigt haben, können wir nun ein abschließendes Fazit ziehen.
Wir halten fest, dass sich viele Vorurteile als Missverständnisse beziehungsweise als falsch herausgestellt haben. So können Metaler tatsächlich nette, gepflegte und aufgeschlossene Menschen sein und Bisexuelle sind nicht zur Entscheidung verpflichtet.
Häufig entstehen Vorurteile, wenn man sich nicht mit den betroffenen Menschen auseinandersetzt.

Vorurteile sind ein Problem des Betrachters, nicht des Betrachteten. Sie sind immer subjektiv, sie sind aber auch leicht zu widerlegen.

Identität verdient Stolz statt Vorurteil!

Zum Anfang

Diese Multimedia-Dokumentation ist ein Projekt im Rahmen des Lutherjahres. Schülerinnen und Schüler setzen sich in diesem aktiv mit Luthers Thesen und deren Relevanz zur heutigen Zeit, gemeinsam mit einer Betreuung durch den Hessischen Rundfunk, auseinander.

Projektgruppe der Ricarda-Huch-Schule Gießen: Gesamtprojektleitung durch Sonja Herbener und Marco Weisbecker.

Mitglieder der Projektgruppe waren: Joel Jahn, Jan Donaj, Stella Cölinski, Sarah Abdel-Aziz Naumann, Lukas Exner, Jessie Mühlich, Mila Foterek und Helena Schell.

Medienpädagogische Betreuung und Redaktion der Multimedia Dokumentation: Sara Bhatti (hr)

Besonderen Dank an unsere Interviewpartner Ann-Christine Herold und Jonas Cramer

Bildrechte: Ricarda-Huch-Schule / dpa

Zum Anfang
Scrollen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden
Schließen

Übersicht

Nach links scrollen
Kapitel 1 Identität braucht Stolz statt Vorurteil

Vlcsnap 4555 06 08 00h40m07s750

Vlcsnap 6017 08 12 07h14m04s912

Img 928
Kapitel 2 Metal-Fans sind aggro.

Vlcsnap 8923 09 20 20h59m41s935

01

Bild

Img 933
Kapitel 3 FeministInnen sind Männerhasser.

Img 2030

46339208

0001 foto f%c3%9cr sarah

Img 934
Kapitel 4 Bisexuelle können sich nicht entscheiden.

Img 2031

Vlcsnap 8568 07 02 06h03m44s200

Img 20171113 wa0005 01

Img 932
Kapitel 5 Veggis quälen sich selbst.

Vlcsnap 9203 05 30 02h18m01s514

20171114 125632

Img 20171114 wa0003 neu

Img 931
Kapitel 6 Was noch gesagt werden muss.

Img 928

Img 928

Img 928
Nach rechts scrollen